Gänse
In Schleswig-Holstein kann man sie fast auf jedem See sehen , Gänse. Sie gehören zu Schleswig -Holstein genauso wie die Knicks oder der Wind. Besonders im Herbst und im Frühjahr während des Vogelzuges sieht man an den Küsten etliche von ihnen , aber auch als Brutvogel kommen sie häufig vor. Zwei Arten von Gänsen leben in größerer Zahl in Schleswig -Holstein , das ist eiinmal die Graugans (Lat. Anser anser) und dann noch die hier vom Menschen eingeführte Kanadagans (lat.Branta canadensis).

Graugänse auf einem See in Schleswig-Holstein . Es gibt ungefähr 3100 Brutpaare der Graugans in Schleswig- Holstein , die meisten dieser interessanten Vögel brüten im Osten des Landes auf der ostholsteinischen und lauenburgischen Seenplatte. Wie alle Gänsearten führen auch Graugänse eine Dauerehe und fangen erst im 3. Lebensjahr an zu brüten.Graugänse haben nur eine Jahresbrut ,oft aber schon recht früh im März oder April , durchschnittlich legen sie 4 -7 Eier.Die Familien bleiben meistens bis zum Herbst und Winter zusammen. Zur Zeit des Vogelzuges sieht man dann oft Gänse in ihrer typischen Keilformation über das Land ziehen.
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Wie auch Rabenvögel oder der Kormoran ist das Verhältnis zu den Gänsen bei einigen Menschen recht zwiespältig, Jäger fordern unter dem Hinweis, es gibt zuviele Gänse deren Bejagung , die leider noch immer möglich ist. Dann hört man im Herbst in einigen Marschen das Knallen der Flinten ,so als ob Sylvester ist , diese Jagd stört dann aber auch andere Vogelarten und sorgt für eine große Beunruhigung der Natur.
Die andere Gänseart ,die immer mehr sich ausbreitet in Schleswig-Holstein ist die Kandagans, eigentlich eine Gänseart die ausAmerika stammt, aber schon vor über 100 Jahren in Europa eingeführt wurde , erst in Schweden und England und später auch in Deutschland.
Von der Kanadagans gibt es bis jetzt ca. 180 Brutpaare in Schleswig- Holstein , aber es werden mehr. Auch diese Gänseart lebt bis jetzt im Osten des Landes rund um Kiel , im Kreis Plön und im Kreis Ostholstein , daneben gibt es noch ein weiteren Verbreitungsschwerpunkt im Hamburger Umland . Allerdings besiedelt die Kanadagans immer weitere Gebiete im Lande. Obwohl sie größer ist , als die Graugans gibt es bis jetzt keine Konflikte zwischen den beiden Arten um Brutplätze . Man kann auch gemischte Trupps von Graugänsen und Kanadagänsen beobachten. Die Kanadagans brütet im April / Mai und legt zwischen 2 - 6 Eier. Sie baut meistens ein recht großes Nest aus Grünzeug . Obwohl die Kanadagans recht groß ist brütet sie auch auf kleinen Gewässern wie Fischteichen oder Klärteichen. Im Gegensatz zur Graugans läßt die Kandagans sich auch nicht vom Höckerschwan vertreiben . Wie alle Gänsearten haben es gerade die jungen Gänse recht schwer, wenn sie den Anschluß an ihre Eltern verlieren werden sie oft Beute des Fuches oder von Greifvögeln. In freier Natur können Gänse ein Alter von 15 bis 17 Jahren erreichen.
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